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Aktuelle Informationen und Nachrichten vom Bioenergiehof Obernjesa Zeitungsbericht aus der HNA zur ersten Ernte von Energiepflanzen am 06.07.2002
Lange bevor diese Ackerpflanzen ihren eigentlichen Körnerreifetermin erreicht haben - also erst milchreif und sehr feucht sind -, wurde jetzt die gesamte Pflanzenmasse von insgesamt 17 Hektar Fläche zu kleinen Häckseln verarbeitet. Diese Biomasse - rund 45 Tonnen je Hektar Ackerfläche - wird siliert und voraussichtlich in der Mitte Oktober fertiggestellten und weltweit einmaligen Biogasanlage in Obernjesa vergärt. Aus dem dabei entstehenden Biogas wird Strom und Wärme produziert.
Hier soll ein siliertes Pflanzenmixpüree aus milchreifen Getreidearten, Sonnenblumen, Raps, Hafer und Erbsen jährlich 700 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Zudem soll das Gutshaus des landwirtschaftlichen Betriebes von Körber-Harriehausen, drei Mietwohnungen und später einmal vielleicht das nahe Sporthaus mit Wärme versorgt werden. In einem weiteren Bauabschnitt ist geplant, in einer Vergasungsanlage Synthesegas als Treibstoff zu gewinnen. Vater des Gedankens dieses Projektes ist Prof. Dr. Konrad Scheffer von der Uni Kassel, Institut für Nutzpflanzenkunde, Fachbereich Acker - und Pflanzenbau in Witzenhausen, der mit seinen Mitarbeitern das Geschehen in Obernjesa wissenschaftlich begleitet. Auf den noch grünen Stoppeln der frisch abgeernteten Felder bei Obernjesa sollen bereits in den nächsten Tagen Sonnenblumen und Mais gesät werden. Voraussichtlich ab Mitte Oktober sollen sie "erntereif" sein und dann ein zweites Mal von den Feldern Biomasse geerntet werden. (zül) © Text und Bilder: Christian Mühlhausen / Redaktionsbüro Silvapress / Informationen über den Autor finden Sie auch unter http://www.regiongoettingen.de |
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