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Ein kurzer Überblick für den Interessierten über die Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen.Graskraft-Anlage auf dem Bioenergiehof ObernjesaTorsten Fischer, Andreas Krieg
Die Idee hinter der hier vorgestellten Biogasanlage besteht darin, dass ein geschlossener Kreislauf auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb erreicht wird. Dabei sollen Strom und Wärme im Überschuss produziert werden. Auf der Basis einer Kreislaufwirtschaft und unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Randbedingungen soll gezeigt werden, dass es möglich ist landwirtschaftliche Flächen auf der Basis einer Zweikulturnutzung optimiert einzusetzen. Bei der Biogasanlage OBERNJESA ist also zu berücksichtigen, dass Sie "nur" einen Ausschnitt aus dem Gesamtkonzept von Herrn Prof. Scheffer darstellt. Mittelfristig soll eine Ergänzung der in Obernjesa vorhandenen Technik mit einer Pyrolysestufe durchgeführt werden.
Verfahrenstechnisch gesehen handelt es sich bei der Biogasanlage OBERNJESA um einen zentral von oben durchmischten Behälter mit externem Wärmetauscher und einer Nachgärung. Die Betriebstemperatur ist mesophil.
Der Wärmeeintrag erfolgt über einen externen Wärmetauscher, der im Gebäude zwischen Fermenter und Nachgärung untergebracht ist. Dadurch wird eine optimierte Kontrolle des Wärmeeintrags erreicht. Bis auf das Rührwerk sind somit keine Einbauten im Fermenter vorhanden. Der Fermenter ist ein Betonbehälter mit einem Volumen von ca. 680 m³. Ziel der Planung war von Beginn an die Nutzung einer Technik, die eine optimierte Durchmischung mit einem optimierten Wärmeeintrag gewährleistet um eine hohe organische Raumbelastung fahren zu können. Daher wurde eine Technik gewählt, die üblicherweise erst bei Großanlagen zum Einsatz kommt. In Obernjesa wurde sie aufgrund des Inputmaterials gewählt.
Die Biogasanlage ist in Ortsrandlage in enger Nachbarschaft zum Hofgebäude des landwirtschaftlichen Betriebs errichtet worden. Daher war die Minimierung von Emissionen im kontinuierlichen Betrieb der Anlage eine strikte Vorgabe des Bauherrn und wurde planerisch entsprechend umgesetzt. Für die Zukunft ist die wärme-technische Anbindung weiterer Häuser angedacht. Torsten Fischer, Andreas Krieg |
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